Ein schöner Sommerabend ist längst vorbei, seine Wirkung aber bleibt: Beim 12. Meinerdinger Stullenabend kamen Menschen zusammen, um gemeinsam einen besonderen Abend zu verbringen und zugleich die Arbeit des Ambulanten Hospizdienstes zu unterstützen. Jetzt zogen Sigrid und Thomas Delventhal, Claudia Wolther von der Brotkate sowie die Koordinatorinnen des Ambulanten Hospizdienstes, Ute Grünhagen und Christiane Engelke, Bilanz. Seit Kurzem verstärkt Christiane Engelke das Team als stellvertretende Koordinatorin. Mit ihrer umfangreichen Erfahrung aus der Palliativarbeit bringt sie wertvolle Kenntnisse für diese Aufgabe mit. Sie tritt die Nachfolge von Eike Patzlee an, die sich neuen beruflichen Herausforderungen gestellt hat.
Rund 400 Besucherinnen und Besucher hatten Anfang August den Weg zur Kirchwiese an der Meinerdinger Kirche gefunden. Bei sommerlichem Wetter, Livemusik, frisch belegten Stullen und kühlen Getränken wurde der Benefizabend zu einem Treffpunkt für Menschen aus Meinerdingen und der Region. Die Resonanz zeigte sich auch an der Stullentheke: Rund 500 Stullen mit Lachs, Käse, Camembert, Mett, Schinken oder veganem Belag waren im Laufe des Abends gefragt. Nach dem gelungenen Abend dürfte der erste Dienstag im August für viele auch künftig ein Datum sein, das man sich vormerkt.
Der Meinerdinger Stullenabend unterstützt die Hospizarbeit jedoch nicht allein finanziell. Die Veranstaltung bietet zugleich Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, mehr über die Arbeit des Ambulanten Hospizdienstes zu erfahren und seine vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten kennenzulernen.
Der Eintritt zum Stullenabend war traditionell frei. Der Erlös aus dem Verkauf von Stullen und Getränken kommt – wie schon in den vergangenen Jahren – der Arbeit des Ambulanten Hospizdienstes zugute. Der Erlös des Abends betrug 3230 Euro, hinzu kamen 102 Euro an Spenden.
Mit dem Erlös wird unter anderem die Aus- und Weiterbildung der Ehrenamtlichen unterstützt – eine wichtige Grundlage für die vielfältige Arbeit des Ambulanten Hospizdienstes. Zum Team gehören derzeit 28 Ehrenamtliche. Sie begleiten Menschen mit schweren Erkrankungen und deren An- und Zugehörige zu Hause, in Seniorenheimen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Krankenhäusern und auf der Palliativstation. Sieben Ehrenamtliche sind speziell für die Begleitung von Familien mit lebensverkürzt erkrankten Kindern geschult, neun engagieren sich in der Trauerbegleitung.
Wer sich vorstellen kann, selbst ehrenamtlich im Hospizdienst tätig zu werden, hat dazu in diesem Herbst Gelegenheit: Dann beginnt der nächste Grundlagenkurs zur Vorbereitung auf diese verantwortungsvolle Aufgabe. Er umfasst 80 Stunden sowie eine Praktikumsphase. Eine umfassende Vorbereitung und regelmäßige Fortbildungen bilden die Grundlage für die ehrenamtliche Tätigkeit im Ambulanten Hospizdienst.
Interessierte können sich bei Koordinatorin Ute Grünhagen informieren.